RUBIN II

Im Mai 2000 hat das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) den Startschuss zum Forschungsverbund „Anwendung von Reinigungswänden für die Sanierung von Altlasten“, abgekürzt „RUBIN“ (Reaktionswände und -barrieren im Netzwerkverbund), in Deutschland gegeben.

Seit Beginn und insbesondere seit Mitte der neunziger Jahre sind diese innovativen, passiven In-situ-Umwelttechnologien zur Dekontaminierung von belastetem Grundwasser vor allem in den USA und Kanada in steigendem Maße entwickelt, untersucht und angewendet worden.

In Deutschland sind ungefähr ab 1995 steigende FuE-Aktivitäten zu verzeichnen und bereits einige Einzelprojekte im technisch-industriellen Maßstab in Betrieb oder stehen kurz vor der Ausführung.

In dem FuE- Verbund hat man es sich zum Ziel gesetzt, die ökonomischen und ökologischen Potentiale reaktiver Wände verstärkt und möglichst umfassend zu erforschen. Neben Fragen aus der Grundlagenforschung stehen in den einzelnen Projekten vor allem innovative Weiterentwicklungen oder Modifikationen bestehender Systeme und Vorbereitungen zu weiteren großtechnischen Umsetzungen im Vordergrund der geplanten Maßnahmen. Darüber hinaus gilt es, insbesondere die Einsatzfähigkeit und -breite, die Effizienz und Langzeitwirksamkeit sowie die Wirtschaftlichkeit eingehend zu untersuchen und möglichst zuverlässig und umfassend zu bewerten.

Im Auftrag der GfV (Gesellschaft für Vermögensverwaltung AG), sind wir für die großtechnische Umsetzung einer entsprechenden Maßnahme als Planer und Standortgutachter tätig. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern werden wir in 2007 eine ca. 600 m lange gelenkte Reinigungswand in unmittelbarer Nähe zum Vorfluter errichten. Nähere Informationen finden Sie bei unseren Projektreferenzen und unter www.rubin-online.de.

Die Ergebnisse des Vorhabens sollen in die Erstellung eines Referenzhandbuches für die Reinigungswandtechnologien münden, in dem "Beispiele für die Vorbereitung, Errichtung und den Betrieb von Reinigungswänden für die Altlastensanierung" dargestellt werden. Es soll außerdem als "State-of-the-art"-Report dienen und allgemeine Bewertungskriterien sowie einen Leitfaden für die künftige Anwendung der innovativen Technologien der reaktiven Wände zur Grundwassersanierung enthalten.

letzte Aktualisierung: 22 Dec. 2006

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